Tarifvertrag ngg- tabak

Im Zusammenhang mit dem Nestlé-Globalprojekt NBE (Nestlé Business Excellence) hat die Deutsche Lebensmittelgewerkschaft NGG einen Tarifvertrag über Verfahren und Maßnahmen bei Änderungen der Arbeitsbedingungen oder Arbeitsplatzverlusten ausgehandelt. In den 1980er Jahren kämpfte die IUL nach der Ermordung von Gewerkschaftsführern in Guatemala gegen Coca-Cola. 1988 hat die IUL als erste internationale Gewerkschaft ein globales Rahmenabkommen mit dem französischen Lebensmittelmulti BSN (Danone) unterzeichnet. 1994 fusionierte die International Federation of Plantation, Agricultural and Allied Workers zur IUL, die ihren heutigen Namen hatte. Im Jahr 2006 traten die meisten ehemaligen Mitgliedsorganisationen des Weltverbandes der Landwirtschafts- und Lebensmittelarbeiter dem Verband bei. [4] Die Arbeitsbeziehungen im HORECA-Sektor zeichnen sich dadurch aus, dass die institutionalisierte Zusammenarbeit – sei es in Form von Tarifverhandlungen oder in Form von Betriebsräten – begrenzt ist. Während fast die Hälfte der Beschäftigten tarifgebunden sind, arbeitet nur eine kleine Minderheit der Arbeitnehmer in Betrieben, in denen ein Betriebsrat niedergelassen ist. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass viele Arbeitsplätze klein sind und die Erwerbsbevölkerung stark fragmentiert ist. Dies macht es für die Gewerkschaft besonders schwierig, eine nachhaltige Präsenz in einer großen Zahl von Betrieben aufzubauen. Der mit Abstand größte Arbeitgeber- und Gewerbeverein ist die DEHOGA, die kleine und mittlere Unternehmen vertritt, von denen sich in den letzten Jahren eine unbekannte, aber vermutlich wachsende Zahl entschieden hat, sich aus den sektoralen Tarifverhandlungen zurückzunehmen. Der sektorale Dialog zwischen den Verhandlungsparteien ist begrenzt und durch deutliche Unterschiede zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern in einigen Kernfragen gekennzeichnet, insbesondere bei geringfügigen Teilzeitarbeitsplätzen, niedrigen Löhnen und der Einführung von Mindestlöhnen.

Zwischen der NGG und den regionalen Organisationen der DEHOGA werden Tarifverträge auf sektoraler Ebene geschlossen. In 10 der 18 regionalen Organisationen der DEHOGA ist ein sogenannter OT-Status erlaubt. Der sogenannte OT-Mitgliedschaftsstatus bedeutet, dass Arbeitgeber Mitglieder der Regionalorganisation deHOGA sein können, ohne eine verbindliche Verpflichtung zu den abgeschlossenen Tarifverträgen zu haben (OT ist das Akronym für Ohne Tarifbindung).